Am Dienstagabend löste gegen 18:40 Uhr die Brandmeldeanlage einer Klinik in Marquartstein aus.Über 90% solcher Einsätze sind Täuschungsalarme und benötigen keine Hilfe durch die Feuerwehr. Das diese Systeme trotzdem sinnvoll sind, zeigte sich im vorliegenden Fall.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte aus Marquartstein, Grassau und Unterwössen deutete noch nichts auf ein reales Brandereignis hin. Bereits während der ersten Erkundung kam es dann allerdings zu Durchzündung im Saunabereich der Klinik. Sofort drang dichter Rauch aus dem entsprechenden Gebäudeteil. Daraufhin wurde durch den Einsatzleiter der Feuerwehr Marquartstein unmittelbar eine Alarmstufenerhöhung veranlasst, sodass die Feuerwehren aus Schleching, Staudach und Traunstein zusätzlich alarmiert wurden. Nachdem die ersten Atemschutztrupps im Innenangriff mit einer enormen Rauch- und Hitzeentwicklung konfrontiert waren, wurden zeitnah weitere Atemschutzgeräteträger nachalarmiert. Daraufhin unterstützen die Feuerwehren aus Oberwössen, Rottau und Übersee zusätzlich mit Personal. Zusätzlich unterstützen die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung und ein Fachberater des Technischen Hilfswerkes die Einsatzleitung.
Neben der Brandbekämpfung übernahmen die Trupps unter Atemschutz weitere Absuch- und Belüftungsmaßnahmen des weitläufigen Klinikgebäudes. Rund 150 Personen, die sich zum Zeitpunkt des Brandes in der Rehaklinik befanden, wurden in der benachbarten Turnhalle untergebracht. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte dabei von Brandschutzhelfern der Einrichtung.
Das Bayerische Rote Kreuz war mit einem Rettungswagen, einer Schnelleinsatzgruppe Transport, einem Notarzteinsatzfahrzeug sowie dem Einsatzleiter Rettungsdienst und insgesamt elf Kräften vor Ort. Eine Person musste von den Sanitätern vor Ort behandelt werden.
Die aufwändigen Löscharbeiten und Belüftungsmaßnahmen gestalteten sich aufgrund der baulichen Gegebenheiten sowie der starken Verrauchung schwierig und dauerten bis in die späten Abendstunden an.